Unsere Kulturen


Kartoffeln

1.30 ha
Winterweizen 1.35 ha
Urdinkel (Korn) 1.15 ha
Roggen 1.45 ha
Silomais 1.30 ha
Kunstwiese 8.50 ha
Gemüse/Erdbeeren 0.30 ha
Total Ackerfläche

15.35 ha


Naturwiesen

3.90 ha
Ökowiesen 2.70 ha
Hecken 0.15 ha
Total Fläche

21.10 ha


Hochstammbäume


10 Stück


Kartoffeln

Der Kartoffelanbau ist im Biolandbau eine sehr anspruchsvolle Kultur und mit viel Handarbeit verbunden. Als Frühkartoffeln bauen wir Charlotte, eine festkochende Sorte, an. Als Lagersorten haben wir Ditta, welches eine festkochende Sorte ist und als eher mehlig kochende Kartoffeln bauen wir Desirée und Agria an.
Wir lagern sie im Kühlraum bei 6 Grad, da im Biolandbau chemische keimhemmende Mittel nicht erlaubt sind.



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Weizen

Die Weizenkörner lagern wir in unserem Getreideraum mit den Urdinkelkörnern und den verschiedenen Mehlsorten.
Die Körner lassen wir in der Mühle in Oberembrach zu Halbweissmehl mahlen, welches wir für das Brot, die Zöpfe und Leue-Nüdeli benötigen.



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Urdinkel

Den Urdinkel, den wir anbauen, ist eine Ursorte (Ostro). Es ist eine sehr robuste und wenig anspruchsvolle Getreideart.
Der Dinkel hat gegenüber dem Weizen den Vorteil, dass die Körner weniger den Umweltbelastungen ausgesetzt sind. Die Spreu (auch Spelz genannt) umgibt das gesamte Getreidekorn und ist somit geschützt.
Die Körner bleiben beim Dreschen fest im Spreu eingeschlossen und werden erst beim Röllen in der Mühle davon getrennt. Dieses Spreu verwenden wir als Einstreu im Hühnerstall, für die Legenester und bieten es auch zum Verkauf als Füllmaterial für Kissen usw. an.

Der Urdinkel ist ein sehr eiweissreiches Getreide. Er enthält neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen vor allem Eisen, Magnesium und Phosphor.
Zudem ist er ein kraftvolles, leicht basisches Getreide und sehr gut verdaulich.
Auch ein wichtiger Bestandteil sind seine „guten“ Fette, also hochwertige ungesättigte Fettsäuren.
Der Urdinkel wurde von Hildegard von Bingen bereits im Mittelalter gelobt und sie schrieb damals schon ausführlich über seine Heilwirkungen.

Der Dinkel, so heisst es bei ihr, ist das „beste Korn“ es verschafft dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voller Heiterkeit.

Aus unserem Urdinkel lassen wir Halbweissmehl, Ruchmehl und Vollkornmehl herstellen, welches wir wiederum für das Brot, die Zöpfe und Urdinkel Leue-Nüdeli verwenden.



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Roggen

Die Roggenkörner lagern wir ebenfalls in unserem Getreideraum.
Ein Teil der Körner verkaufen wir in unserem Hoflädeli und den Rest liefern wir in der Mühle in Oberembrach ab für den Weiterverkauf.



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Gemüse

Der biologische Gemüseanbau ist sehr arbeitsintensiv. Vor allem die Unkrautbekämpfung ist für uns während der ganzen Vegetationszeit ein Dauerbrenner. Sie als Konsument haben dafür die Garantie, dass unser Gemüse keine Rückstände von chemischen Unkrautvertilgungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel enthält. Auf dem Betrieb haben wir nicht einfach das Ziel, den gesetzlichen Toleranzwert nicht zu überschreiten, sondern legen viel Wert darauf, gesunde, rückstandsfreie Produkte für die Kundschaft zu produzieren.




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Erdbeeren

Bioerdbeeren anzubauen ist eine richtige Herausforderung, dafür wird man mit sehr feinen und schmackhaften Früchten belohnt.
Durch robuste Bio-Sorten und eine zurückhaltende Düngung ist es möglich, ohne chemisch-synthetische Spritzmittel Erdbeeren anzubauen. Sollte es in Jahren mit viel Regen und Nässe Fäulnis geben, lesen wir die kranken Früchte mindestens alle zwei Tage ab, damit die gesunden Beeren nicht angesteckt werden. So ist es möglich, sehr gute und natürlich gereifte Früchte zu ernten.
Im konventionellen Anbau kann durch die Blütenspritzung und viele andere Behandlungen die Fruchtfäulnis verhindert werden. Dadurch sind die Erdbeeren länger haltbar, wobei man aber mit Spritzmittelrückständen in den Erdbeeren rechnen muss.



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Silomais

Den Silomais bauen wir als Futter für unsere Milchkühe an. Er wird in Silorundballen konserviert, und die Kühe schätzen die Maissilage sehr als Ergänzung zum Gras und Heu.
Auch beim Maisanbau ist die Unkrautbekämpfung anspruchsvoll, aber sie kann grösstenteils mechanisch durchgeführt werden. Eine Ausnahme sind die Blacken, sie werden von den Kühen und Rindern nicht gefressen und gelten daher als Unkraut.
Im Frühling müssen wir uns mit dem mühsamen Ausstechen der Pflanze durch fast jede Parzelle kämpfen. Eine einzige Pflanze bildet tausende von Samen und diese sind im Boden mehr als 30 Jahre keimfähig.




Kunstwiesen

Wiesen, die alle drei bis vier Jahre frisch angesät werden, nennt man Kunstwiesen. Sie geben dem Boden die nötige Erholung in der Fruchtfolge. Die Bodenlebewesen, wie Würmer, Käfer, Bakterien, Nematoden, Pilze und viele Andere, können sich ungestört vermehren. Zudem produzieren die verschiedenen Kleearten den nötigen Stickstoff, den sie für das Wachstum brauchen, selber. Mit Hilfe der Knöllchenbakterien ist es ihnen möglich, den Stickstoff aus der Luft zu nehmen. Deshalb können Biobetriebe ohne Zukauf von Dünger relativ gute Erträge erzielen.



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Naturwiesen

Naturwiesen sind Wiesen, welche nie umgepflügt und neu angesät werden. Sie bestehen aus verschiedenen Klee-, Kräuter- und Grasarten und eignen sich auch gut zum Beweiden.



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Ökowiesen und Hecken

Ökowiesen und Hecken sind ökologisch die wertvollsten Flächen. Sie dürfen nicht gedüngt werden und können dadurch die vielfältigste Fauna und Flora aufbauen.
Damit die Blumen und Gräser sich für die Verbreitung versamen können, mähen wir die Magerwiese erst ab Mitte Juni.
Die Futtererträge einer solchen Wiese betragen nur noch ca. 30% gegenüber einer gedüngten Wiese. Für die Pflege dieser Flächen erhalten wir vom Bund zusätzliche Beiträge.



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